Ethno::log
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San-Buschleute in Botswana setzen ihr Recht durch


Sie wollten Zugang zu frischem Wasser - und mussten dafür neun Jahre lang kämpfen: Die San-Buschleute im Nationalpark Central Kalahari setzten sich Anfang des Jahres vor Gericht gegen die botswanische Regierung durch. Aus dem ersten Brunnen sprudelt inzwischen das Wasser.

Hier der Link zu Tagesschau.de


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Buchbesprechung: Joana Breidenbach & Pál Nyíri: Seeing Culture Everywhere. From Genocide to Consumer Habits.


David Johannes Berchem diskutiert aktuell das Buch von Joana Breidenbach & Pál Nyíri: "Seeing Culture Everywhere. From Genocide to Consumer Habits" auf wildes-denken.de.

"Auch wenn von Vertretern der Sozial- und Kulturanthropologie in kontinuierlichen Abständen die Abschaffung des Begriffs Kultur gefordert wird, verwiesen sei an dieser Stelle nur kursorisch auf den Aufsatz Writing against Culture der US-amerikanischen Kulturanthropologin Lila Abu-Lughod oder den in der Zeitschrift für Kulturwissenschaften aus dem Jahr 2007 abgedruckten Beitrag von Chris Hann, bezieht das Autorenduo des hier besprochenen Buches im Hinblick auf das zyklische culture bashing eine konträre Position, denn Kultur hat nicht nur Hochkonjunktur, sondern culture matters (S. 24). Aus genuin ethnologisch argumentierender Warte appellieren Breidenbach und Pál unter Rekursnahme auf Ulf Hannerz daran, das Kulturwesen Mensch und dessen im alltäglichen Lebensvollzug erzeugten Bedeutungen und symbolischen Semantiken wieder in den Fokus der Betrachtungen zu rücken (S. 73), um damit nicht zuletzt mit nah an der sozialen Lebenswirklichkeit angesiedelten kritischen Kulturanalysen die Schlüsselkompetenzen der Ethnowissenschaften – hierunter subsumiere ich die Ethnologie, Kulturanthropologie, Europäischen Ethnologie und Volkskunde – herauszustreichen. Insbesondere die mit den gesellschaftlichen Umbrüchen der Dekolonisation, der Bürgerrechtsbewegung in den USA, dem Ende des Kalten Krieges und der Globalisierung einhergehenden Prozesse haben zur Proliferation der Begriffe Kultur und Ethnizität geführt, die sowohl bei ethnisch etikettierten Auseinandersetzungen auf dem Balkan als auch bei der Verteidigung indigener Wissensbestände im Mato Grosso als selbstevidente Gewissheiten in aller Munde sind." Weiterlesen auf www.wildes-denken.de


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Cyberanthropology



Cover des Buches "Cyberanthropology" von Alexander Knorr

Mein Buch "Cyberanthropology" ist gerade eben erschienen und ab sofort für € 19,90 via amazon, direkt vom Peter Hammer Verlag, oder in jedem Buchladen zu bestellen.
 
In "Cyberanthropology" geht es um moderne Technik und den Menschen, um Computer und Internet, um Computerspiele, aber auch um GPS, Automobile, Roboter ...
Was vor nicht allzu langer Zeit Science Fiction war, ist Lebenswirklichkeit geworden. Die vielfältigen Erscheinungsformen digitaler Elektronik und modernster Technik allgemein bestimmen unsere heutige Welt ganz entscheidend mit. Überall auf dem Globus sind sie zu Faktoren des menschlichen Daseins geworden. Viele der auf der Welt zu findenden Vorstellungen und Entwürfe, mit diesem Dasein umzugehen, lösen Irritationen und Unverständnis aus.
Das Projekt der Sozial- und Kulturwissenschaft Ethnologie ist es, Lebensweisen, die zunächst als fremd oder anders erscheinen, zu erfassen und verstehbar zu machen. Ethnologische Forschung passiert immer nahe an den Menschen, "draußen auf der Straße", wo Kultur und Gesellschaft stattfinden. Die Ethnologie versucht diesseits abstrakter Statistik Verständnis für tatsächliche Lebenswelten zu schaffen. Um dieses Ziel zu erreichen sind viele Wege möglich, wurden und werden gegangen.
"Cyberanthropology" bedeutet einen ethnologischen Ansatz, welcher die Beziehungen zwischen dem Menschen und komplexer Technologie ins Zentrum rückt, und als Ausgangspunkt benutzt.
Dabei spielen der Computer und das Internet natürlich eine wesentliche Rolle, aber die Kernidee der "Cyberanthropology" ist nicht darauf beschränkt.
"Cyberanthropology" wendet sich zwar auch an ein ethnologisches Fachpublikum, aber nicht nur. Zur Lektüre ist kein spezifisches Vorwissen notwendig und der Text ist allgemeinverständlich geschrieben. So wird im ersten Kapitel u.a. dargestellt, was die Wissenschaft Ethnologie eigentlich ist, was sie mit Technik und Technologie zu tun hat, und warum diese Verbindung gerade auch außerhalb des Elfenbeinturms relevant ist.
Die folgenden beiden Kapitel liefern wesentliche Hintergründe, die auch zeigen, warum das "Cyber-" in "Cyberanthropology" gerechtfertigt ist, und nicht einfach nur der Mode oder einem vermeintlichen Hype folgt. Im Kapitel "Kybernetik" wird das gleichnamige, in der unmittelbaren Nachkriegszeit gewachsene, wissenschaftliche Projekt vorgestellt, und an konkreten Beispielen gezeigt, wie sehr es Welt- und Menschenbild geprägt hat, und nach wie vor prägt. Dem folgt das darauf aufbauende Kapitel "Cyberpunk". Den so bezeichneten globalen, inter- und transmedialen Diskurs, halte ich für die zentrale Quelle fiktionalen Materials, die es zu beachten und heranzuziehen gilt, wenn man zeitgenössische Lebenswelten, gegenwärtige Kultur verstehen möchte. Da das Kino nach wie vor das Medium mit der größten Reichweite ist, was die weltweite Vermittlung fiktionaler Inhalte anbelangt, liegt die Betonung dieses Kapitels auf dem Spielfilm – von Langs "Metropolis" und Chaplins "Modern Times" über Scotts "Alien" und "Blade Runner", die "Matrix" Trilogie der Wachowski-Brüder, bis zu Camerons "Terminator" und "Avatar".
Die Kapitel vier und fünf behandeln konkrete Beispiele, die meine Vision einer Cyberanthropology, und warum sie so, und nicht anders heißen soll, mit Fleisch versehen. Das Spektrum der Beispiele reicht von transnational zusammengesetzten Online-Gemeinschaften, die Computerspiele nicht nur spielen, sondern sie auseinandernehmen und neu zusammensetzen, über Inuit, die mit Hilfe einer Kombination aus GPS und ihren eigenen, traditionellen Navigationsmethoden den Weg durch Nacht und Eis am Polarkreis finden, bis hin zu Gangs, die mit ihren modifizierten Automobilen in Japans Metropolen illegale Rennen inszenieren, und darüber hinaus.

Wenn's nicht zu viel Arbeit macht, weitersagen, -schicken, -posten ... ich hab' auch nichts dagegen, wenn jemand bei amazon den "Gefällt mir" button clickt :-)

KNORR, ALEXANDER. 2011. Cyberanthropology. Wuppertal: Peter Hammer.


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Afrika, auch als der hoffnungslose Kontinent bekannt


Dominic Johnson unternimmt bei Spiegel Online den lobenswerten Versuch, dem deutschen Leser das moderne Afrika beizubringen: Warum Afrika viel besser ist als sein Ruf


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CARGO #30


Jetzt die aktuelle Ausgabe auf der CARGO-Webseite bestellen, lesen und erleben! 14 Autoren fesseln mit ihren Beiträgen über Skinhead-Stil, Candomblé, Atatürk-Kult, Backpacker-Identitäten, „Öko-Apostel, Revolutionäre und Weltverbesserer“. Die Jubiläumsausgabe mit dem Titel „Irrungen und Wirrungen“ jetzt erwerben: www.cargo-zeitschrift.de


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Indianer und Naturschutz



Die Ureinwohner Amerikas gelten als Menschen, die im Einklang mit der Natur lebten. Doch das war keineswegs der Fall. Mitunter zerstörten sie sogar ihre eigene Lebensgrundlage.
sueddeutsche.de: Das Märchen vom edlen Wilden


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Cultural Differences (USA - Sudan)



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Indonesien: Eingeborene bekriegen sich wegen Handy-Klingeltons

Mit Macheten und Pfeilen: Schlacht wegen Handy-Klingelton

Krieg wegen Handy-Klingelton

Indonesien: Stämme liefern sich wegen Klingelton heftige Schlachten


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Water&Culture Blog launched


Abundant to ones, scarce to others. We need it, we share it, we fear it, fight it and fight for it. It keeps us alive and destroys us through many ways.

Water, one of the resources we depend most on, has always never been a marginal topic in any society in history. There are indicators that it might be one of the most fought about resource in our close future, if it isn't already the case. Anthropologists cannot miss to pay their attention on something so central and yet so diverse.

Water&Culture, an anthropology weblog exlusively for topics around the cultural use of and views on water has been launched this week. The blog is open to contributors who are invited to write about anything concerning social, political and cultural aspects of water, for example anthropological aspects of water privatization, development, resource management, environment but of course also any other water-related topic is very welcome.

Yours truly,
the authors (so far)


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Die Unverzichtbarkeit des Fremden


Wie können wir verstehen, was uns und was die Anderen zu einem bestimmten Denken und Handeln getrieben hat? Politik ist eine handlungsbezogene Erforschung von Fremdheit. Umso erstaunlicher ist es, dass Ethnologen bei politischen Ereignissen nur in Ausnahmefällen zu Rate gezogen werden.
Link: www.fr-online.de


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CALL FOR PAPERS & CALL FOR IMAGES CARGO – ZEITSCHRIFT FÜR ETHNOLOGIE #31 ZUM THEMA VISUELLE ANTHROPOLOGIE


Einsendeschluss 15. Oktober 2010
Voraussichtliches Erscheinungsdatum Februar 2011
Redaktionsemail: redaktion@cargo-zeitschrift.de
Autoreninformationen www.cargo-zeitschrift.de

Call for Papers
CARGO #31 wird sich in einem Schwerpunktthema mit Visueller Anthropologie auseinandersetzen. Dazu suchen wir bis zum 15. Oktober 2010 Artikel. Film und Fotografie (sowie andere Formen der Visualisierung) sind längst fester Bestandteil der Ethnologie geworden. Visuelle Anthropologie ist dabei der etwas unscharfe Begriff, der Methodik und Repräsentationen durch visuelle Medien in der Ethnologie fassen möchte. Gerade im deutschsprachigen Raum sind jedoch nur wenige Versuche bekannt Visuelle Anthropologie zu institutionalisieren.
CARGO #31 soll vor allem eine theoretische Auseinandersetzung mit Formen der Visualisierung im Fach Ethnologie sein. Museen, (Foto-)Ausstellungen, Texte, Kino und Fotografien sind nur wenige Orte an denen mit Visualisierungen gearbeitet wird. Gleichzeitig entstehen bei der Verbindung von Ethnologie und Film/Foto wichtige methodische Überlegungen, bei denen Bild und Text gegenübergestellt werden müssen, aber auch die Kamera oder der Fotoapparat als Entfremdungsapparat im Feld betrachtet werden kann. Wir freuen uns auf Artikel, die sich mit solchen und anderen Fragen auseinandersetzen.

Call for Images
CARGO #31 wird eine DVD in sich tragen, auf der eingereichte Visualisierungen zu finden sein werden. Dabei soll Text und Bild nicht nur weiter verschmelzen, sondern auch erstmalig die Möglichkeit bestehen eigene kleinere ‚Produktionen’ (Foto, Film,...) zirkulieren zu lassen. Auch hier stehen alle Möglichkeiten offen. Dichte Beschreibungen in Form von Bildern oder auch theoretische Auseinandersetzungen können eingereicht werden. Bitte verwendet die Informationen auf unserer Webseite ( www.cargo-zeitschrift.de ) um herauszufinden, wie die Filme zu uns kommen können.

Die Ausgabe entsteht in Kooperation mit der AG Visuelle Anthropologie Halle ( www.visuelle-anthropologie-halle.de )


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Kann Fremdheit eine Ressource sein?


In unserer Gesellschaft beklagen wir oft Fremdheit und Anonymität. Die menschliche Nähe früherer Gesellschaften sei verloren gegangen, sagt man. Aber fehlt uns das wirklich? Kann nicht Fremdheit sogar eine Ressource sein?

BR Alpha - GmbH - Kann Fremdheit eine Ressource sein?

Armin Nassehi, Professor für Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, wirft in 13 Folgen einen Blick auf unsere Gesellschaft.

Stream nur noch bis Donnerstag! Oder doch auch länger...


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The finest stuff from ethnology social/cultural anthropology and cyberanthropology. Collected with ceaseless endeavour by students and staff of the Institut für Ethnologie in München/Germany and countless others.
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by maysong (1/17/14 10:11 PM)
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