Ethno::log
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TA45 – GDAT#1 neoliberalism


This Talking Anthropology Podcast episode is another non regular one and comes from the University of Manchester Group for Debates in Anthropological Theory (GDAT). The motion to be debated is: The concept of neoliberalism has become an obstacle to the anthropological understanding of the twenty-first century.

The motion will be proposed by James Laidlaw (Cambridge) and Jonathan Mair (Cambridge and Manchester). It will be opposed by Thomas Hylland Eriksen (Oslo) and Keir Martin (Manchester).

Link to the podcast:
www.talkinganthropology.com


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Wenn ein Netzbewohner stirbt...


... dann bleiben viele Dinge von ihm bestehen. So auch seine Screensessions. Dh, Sessions, die er auf anderen Rechnern genutzt hat. Mit diesen nimmt er zb weiterhin an Chats teil - ohne etwas zu sagen.












Rest in Peace

<3


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Why I Am Leaving Goldman Sachs


Greg Smith, bis gestern Geschäftsführer bei Goldman Sachs, kündigt per Zeitungskommentar - nachzulesen in der New York Times (14.03.2012), hier ein paar Auszüge seiner Bemerkungen zum Thema Geschäftsgebaren und Kultur:

"TODAY is my last day at Goldman Sachs.[...] I believe I have worked here long enough to understand the trajectory of its culture, its people and its identity. And I can honestly say that the environment now is as toxic and destructive as I have ever seen it.

“Goldman Sachs is one of the world’s largest and most important investment banks and it is too integral to global finance to continue to act this way.”

„It might sound surprising to a skeptical public, but culture was always a vital part of Goldman Sachs’s success. It revolved around teamwork, integrity, a spirit of humility, and always doing right by our clients. The culture was the secret sauce that made this place great and allowed us to earn our clients’ trust for 143 years. It wasn’t just about making money; this alone will not sustain a firm for so long. It had something to do with pride and belief in the organization. I am sad to say that […] I no longer have the pride, or the belief.“

(mehr)

“When the history books are written about Goldman Sachs, they may reflect that the current chief executive officer, Lloyd C. Blankfein, and the president, Gary D. Cohn, lost hold of the firm’s culture on their watch."

“I hope this can be a wake-up call to the board of directors. Make the client the focal point of your business again. […].Weed out the morally bankrupt people, no matter how much money they make for the firm. And get the culture right again, so people want to work here for the right reasons.”

full article


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Von Missionaren, Ethnologen und der Musealisierung exotischer Welten. Das Museum „Haus Völker und Kulturen“ der Steyler Missionare in Sankt Augustin.


Neuer Beitrag von David Johannes Berchem auf wildes-denken.de
"Es ist in unserer heutigen Welt eine unhinterfragte Selbstverständlichkeit, dass insbesondere Großstädte ihr kulturpolitisches Programm mit völkerkundlichen bzw. ethnologischen Museen schmücken, um einer sich als postmodern verstehenden Multioptionsgesellschaft immer authentischere und außergewöhnlichere Offerten für die Freizeitgestaltung anzubieten. Als mit einer langen Tradition versehene Beispiele seien hier nur das Museum für Völkerkunde in Hamburg, das Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln, das Linden-Museum in Stuttgart, das Museum der Weltkulturen in Frankfurt am Main sowie das Staatliche Museum für Völkerkunde in München genannt." Hier weiterlesen www.wildes-denken.de


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Debatte um Pressfoto des Jahres



Das aktuelle Pressefoto des Jahres 2011 bekommt gerade viel Kritik und als Ethnologe sieht man sofort ein paar Züge der Orientalism-Debatte darin. Die einen kritisieren es, weil es einen westlichen, sogar christlichen Blick auf die arabischen Staaten darstellt. Die anderen für seine islamistische Verfälschung der Geschichte. Ich hab mir dagegen nur gedacht: Eine Frau hält einen Verletzen - was ist daran so spannend. Da sieht man mal wieder, wie sehr sich die Debatten über die Vorurteile selbst aus den Vorurteilen speisen. Und ich plädiere in Hinblick auf den Schleier, der auf dem Foto nicht mehr verrät, als dass eine Frau ihn trägt, mit den Worten von Morgan Freeman: Stop talking about it.


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Wie relativ ist der Kulturrelativismus? Wie universell ist der Universalismus?


Janne Mende diskutiert auf wildes-denken.de Kulturrelativismus und Universalismus am Beispiel der weiblichen Genitalverstümmelung/Genitalbeschneidung:

"Die Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung / Genitalbeschneidung ist nach wie vor ein höchst kontroverses Thema. Während in anderen sozialwissenschaftlichen Bereichen längst Konsens über ihre Ablehnung herrscht, weisen vor allem Ethnolog/-innen auf die spezifischen Kontexte und Begründungskonstellationen der Praxis hin. Die Auseinandersetzungen berühren die dahinter liegende Frage nach dem Verhältnis von Kulturrelativismus und Universalismus." Weiterlesen auf: www.wildes-denken.de


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Struktur der DGV-Tagung - oder: Wie kann ich mich vierteilen wenn ich doch keine 4 Pferde habe?


Dies wird meine dritte DGV-Tagung sein. Auch diesmal wundere ich mich wieder über deren Struktur. Ich bin sehr oft als Teilnehmer oder gar Organisator auf Konferenzen und ähnlichen Veranstaltungen im technisch-gesellschaftlichen Bereich und habe noch keine vergleichbare Struktur erlebt:

  • vormittags gibt es genau einen "Slot", also einen einzelnen Vortrag, an dem alle Tagungteilnehmer teilnehmen.
  • nachmittags hingegen gibt es 24 Slots, also 24 verschiedene Workshops mit einer Vielzahl an verschiedenen Vorträgen innerhalb des einzelnen Workshops.
    (Zur Veranschaulichung, hier die Übersicht der Raumvergabe vom Donnerstag nachmittag: PDF)

Es wird vermutlich vielen wie mir gehen: vormittags langweilt man sich, und nachmittags möchte man sich am liebsten vierteilen. (mindestens, wenn nicht gar 10-teilen).

Und so frage ich mich (und Euch!), warum ist das so?

Zur Beantwortung dieser Frage habe ich bereits mehrere (voll spekulative) Ideen:

  1. historisch gewachsen
    Früher(tm) war es vielleicht einmal so, dass der vormittägliche Vortrag eine Art Keynote für den darauffolgenden Nachmittag war. Alle Workshops am Nachmittag bezogen sich - trotz seiner Themenvielfalt - auf das eingangs vorgestellte Grundthema. Evtl gab es im Anschluss daran noch eine abendliche Zusammenkunft um die Ergebnisse der Workshops (Arbeitsgruppen) dem Gesamtplenum zu präsentieren und gemeinsam zu diskutieren.

  2. Wichtig!!!1!!111!elf!!!!
    Die vormittäglichen Veranstaltungen sind von solch herausragender Wichtigkeit und Relevanz, dass gar keiner sie jemals verpassen will und man dies niemandem zumuten kann.

Sowohl mit 1. als auch mit 2. bin ich nicht zufrieden.

Wer weiss mehr?


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Berliner Verflechtungsgeschichte/n: Ein Blick auf postkoloniale Räume


Neuer Beitrag auf wildes-denken.de von Pantelis Pavlakidis & Maria Hoffmann:

"Wie in den Debatten um die so genannte Griechenland-Krise oder um den EU-Beitritt der Türkei sind Diskussionen um Europa meist von Bildern eingenommen, die sich auf ein westliches, fortschrittliches und aufgeklärtes Europa berufen. Außerdem ist es ein weißes Europa mit vermeintlich christlichem Fundament. Auf der Suche nach der, oder besser einer europäischen Identität werden spezielle Gründungsmythen herangezogen. Sie bedienen sich an Vorstellungen von kultureller Verwandtschaft, eine symbolische Abstammungsgeschichte Europas, wobei sie sich auf dem Fundament von (vermeintlich großen zivilisatorischen) Erfolgsgeschichten inszeniert, in denen Antike und Aufklärung, christlich-humanistische Werte und römisches Recht, Zivilisation und Rationalismus, Kapitalismus und Moderne die zentralen Dreh- und Angelpunkte darstellen. Die Kehrseite der glänzenden Medaille, namentlich Unterdrückung und Versklavung vonanderen Menschen, Vergewaltigung und Mord, Ausbeutung und Raub von Land, wird dabei wohlwollend ausgeblendet. Vielmehr wird auf die Exportschlager Bildungseinrichtungen, Eisenbahnlinien und Verwaltungsapparate in die kolonialisierten Gebiete verwiesen; die „deutsche“ Werte Ordnung, Pünktlichkeit, Sauberkeit inbegriffen." Weiterlesen auf www.wildes-denken.de


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Facebook für Wissenschaftler


Jörg Kantel, bekannt für sein Weblog Schockwellenreiter und EDV-Leiter an einem Berliner Max-Planck-Institut, fordert in einem kurzen <a href="www.theeuropean.de eine Art Facebook für Wissenschaftler, um deren Vernetzung voranzutreiben. Dabei adressiert er vor allem das Problem, dass die bisherigen Tools an Universitäten starr sind und die meisten Wissenschaftler obendrein Nomaden sind, die von Uni zu Uni ziehen. Gute Idee! Wir haben das starre System hier an der LMU selbst erlebt, als wir ein Weblogsystem einrichten wollten. Aber wer setzt es um?


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Positiver Effekte der Guttenberg-Debatte:


Die Online-Publikation einer Doktorarbeit (bisher klar die nützlichere Variante für die wissenschaftliche Gemeinschaft) könnte erheblich an Ansehen gewinnen. Das leidige und teure Prestigepublizieren in Buchform bremst schon seit Jahren die wissenschaftliche Produktivität.


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Afrika wurde mal wieder vergessen :-(


Bei Ebay im Formular für den internationalen Versand:


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Demokratie statt Integration


"Die Bundesbank ist Thilo Sarrazin los. Damit ist die Geschichte aber längst nicht vorbei. Denn beunruhigend sind nicht allein die populistischen Thesen dieses Bankiers, beunruhigend ist vielmehr die Plausibilität, die seinen Ausführungen zugestanden wird. Eine erstaunliche Anzahl von PolitikerInnen, WissenschaftlerInnen und MeinungsmacherInnen sind sich einig: Der Sarrazin’sche Biologismus hat zwar in Deutschland einen besonderen Hautgout, im Kern aber habe der Mann doch Recht. Nicht wenige feiern den ehemaligen Finanzsenator Berlins als Tabubrecher mit visionärem Blick für Deutschlands Zukunft. Wir fragen: welches Tabu? Die Skandalisierung der Migration gehört zum Standardrepertoire in Deutschland. Es ist sinnlos, den infamen Behauptungen von Sarrazin et al. wissenschaftliche Fakten entgegenstellen zu wollen, um zu beweisen, was MigrantInnen „wirklich“ tun oder lassen.

Man kann diese Debatte nicht versachlichen, denn nichts an ihr ist richtig. Wir akzeptieren schlicht keine Haltung, die gesellschaftliche Verhältnisse nach Kosten-Nutzen-Erwägungen durchrechnet und Arme und MigrantInnen zur Ausschusspopulation erklärt. [...]"
(mehr)Wir akzeptieren schlicht keine Haltung, die gesellschaftliche Verhältnisse nach Kosten-Nutzen-Erwägungen durchrechnet und Arme und MigrantInnen zur Ausschusspopulation erklärt. Dies geschieht im Kontext einer globalen Wirtschaftskrise, von der nur allzu klar ist, wer ihre Folgen tragen soll.

Wir wollen das Offensichtliche klar stellen. Wir leben in einer Einwanderungsgesellschaft. Das bedeutet: Wenn wir über die Verhältnisse und das Zusammenleben in dieser Gesellschaft sprechen wollen, dann müssen wir aufhören, von Integration zu reden. Integration heißt, dass man Menschen, die in diesem Land arbeiten, Kinder bekommen, alt werden und sterben, einen Verhaltenskodex aufnötigt, bevor sie gleichberechtigt dazugehören. Aber Demokratie ist kein Golfclub. Demokratie heißt, dass alle Menschen das Recht haben, für sich und gemeinsam zu befinden, wie sie miteinander leben wollen. Die Rede von der Integration ist eine Feindin der Demokratie.

Noch vor kurzem wurden MigrantInnen der besonderen Missachtung von Frauenrechten bezichtigt. Die aktuelle Hysterie zeigt aber einmal mehr, dass es den KritikerInnen der Migration nicht um Gleichberechtigung geht: Hier wird über Frauen nur noch als Gebärende gesprochen, die entweder zu viel oder zu wenig Nachwuchs produzieren. Es muss darum gehen, rechtliche und politische Strukturen zu schaffen, die es MigrantInnen ermöglichen, selbstbestimmt ihr Leben zu gestalten – und das beinhaltet auch, das Ausländerrecht zu verändern.

Wenn selbsternannte LeistungsträgerInnen sich ein quasi „naturgegebenes“ Recht zubilligen, über die Daseinsberechtigung anderer zu urteilen, dann ist das wohl ein neuer Mix aus Neoliberalismus und Rassismus. Bisher wurden Sprache, Kultur und religiöse Gebräuche der migrantischen Minderheiten für deren Lebensverhältnisse verantwortlich gemacht. Jetzt sollen es die Gene sein. Bisher wurde behauptet, dass durch Leistung, Arbeitsethos und Anpassung ein Platz in der Gesellschaft gesichert ist. Jetzt wird ganzen Gruppen nicht nur die Möglichkeit, sondern auch die Fähigkeit dazu abgesprochen. Inakzeptabel ist nicht nur der Rassismus, der in den Ausführungen von Sarrazin und seinen Mitläufern steckt, sondern auch die darin enthaltene Konsequenz, Hierarchien in dieser Gesellschaft als unverrückbar zu erklären und damit Politik an sich, die Konflikte, Verhandlungen und Kämpfe um ein besseres Leben für sinnlos zu erklären.

Es sind politische Entscheidungen, die für die Verarmung und soziale Deklassierung zunehmender Teile der Bevölkerung verantwortlich sind. Reden wir davon, wie dieses Deutschland jahrzehntelang den Eingewanderten ihre sozialen und politischen Rechte vorenthalten hat. Reden wir davon, dass MigrantInnen der Zugang zu Bildung, Wohnraum und Arbeitsplätzen, in öffentliche Institutionen und Ämter ebenso wie in Clubs und Fußballvereine systematisch erschwert wird. Das Problem sind weder die Armen noch die MigrantInnen, das Problem ist eine Politik, die Armut und Rassismus produziert. Das Problem ist eine Gesellschaft, die sich auch über Ausgrenzung definiert.

Unübersehbar ist, wie viele Sarrazin eilig beispringen und nach dem Recht auf Meinungsfreiheit rufen, ganz so, als ob er ein Problem hätte, seine Thesen öffentlich zu machen. Die Kritik an ihm wird zum Angriff auf die Freiheit des Wortes stilisiert. Der Aggressor wird so zum Opfer, auch das ist leider eine sehr gewöhnliche Inszenierung. Wer Sarrazins bevölkerungspolitische Ansichten übernimmt, arbeitet mit an der Spaltung unserer Gesellschaft.

Denn: Wenn Integration irgendetwas bedeuten kann, dann doch nur, dass alle drin stecken!

Diese Stellungnahme, eine Initiative des Netzwerks Kritische Migrations- und Grenzregimeforschung, kann manfrau hier ganz lesen, downloaden und auch unterschreiben.


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