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Bayreuther Gastprofessor wird Außenminister im Benin



"Mehrere Jahre lang hat er in Deutschland gelebt und wissenschaftlich gearbeitet, dem Afrikaschwerpunkt der Universität Bayreuth ist er aufgrund vielfältiger Kontakte und gemeinsamer Projekte verbunden. Jetzt wurde der beninische Soziologe Dr. Nassirou Bako-Arifari zum Außenminister der westafrikanischen Republik ernannt."
Pressemitteilung Uni Bayreuth (PDF)


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Yanomami besetzen Flugzeug bei Protesten um Gesundheitsbeauftragten


Bei Protesten gegen die Korruption im brasilianischen Gesundheitssystem haben Yanomami-Indigene im Amazonasgebiet ein Flugzeug beschlagnahmt, welches von Gesundheitsarbeitern genutzt wird.

Die Yanomami protestieren gegen die Ernennung eines neuen Beauftragten für indigene Gesundheit, welcher kaum Verbindungen zu indigenen Völkern hat. Es wird angenommen, dass er für politische Gefälligkeiten ernannt wurde. Yekuana-Indigene haben sich ebenfalls den Protesten angeschlossen.

In einem Brief von der Yanomami Organisation Hutukara an den brasilianischen Gesundheitsminister schreiben die Indigenen: “Wir sind sehr wütend … die Politiker haben sich nicht mit den Anführern der Yanomami beraten. Wir wissen nicht, was die Behörden hinter verschlossenen Türen planen wenn es um die Gesundheitssituation geht.”

Im letzten Monat protestierten Yanomami vor dem Büro der regionalen Gesundheitsbehörde und beschlagnahmten ein weiteres Flugzeug im Yanomami Gebiet.

Die Gesundheit der Yanomami und Yekuana Indigenen leidet unter den Aktivitäten von tausenden von illegalen Goldgräbern auf ihrem Land. Diese schleppen Krankheiten ein und verschmutzen die Flüsse welche die Indigenen für Trinkwasser und zum Baden nutzen.

2007 wurden politische Beauftragte des regionalen Gesundheitsbüros bei einer großen Polizeiaktion verhaftet nachdem sich herausstellte, dass 19 Millionen US-Dollar, welche für indigene Gesundheitsprojekte vermerkt waren, unterschlagen worden waren.

Survivals Direktor Stephen Corry sagte heute: “Die Gesundheit der Indigenen ist ein ernstes Thema, welches nicht von politischen Gefälligkeiten abhängig sein darf. Den Gesundheitsbeauftragten gegen den Willen der indigenen Völker auszutauschen kann nur katastrophal enden.”

Rund 32.000 Yanomami leben in Brasilien und Venezuela. Sie sind eines der größten, relativ isoliert lebenden indigenen Völker in Südamerika und gegenüber Krankheiten von außerhalb sehr anfällig.

Survival Seite


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Unternehmensgründungen von Migranten


Fast jeder vierte Unternehmensgründer in Deutschland hat einen Migrationshintergrund. Ein Bericht vom Deutschlandradio über eine neue Studio mit interessanten Überlegungen zu den Ursachen: Unternehmensgründungen von Migranten (mp3)


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Der morbide Charme von Schrumpfköpfen


Sie sind die Attraktion in vielen Museen: Menschliche Totenschädel und andere konservierte Gebeine. Doch ist es überhaupt legitim, solche Exponate zu zeigen? Die Direktorin des Überseemuseums Bremen leitet eine Arbeitsgruppe, die sich mit diesem Problem befasst.
Deutschlandradio: Der morbide Charme von Schrumpfköpfen und Moorleichen (MP3 / Flash)


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Neues von den Yanomami



Mehr als 30 Jahre lang hat sich der französische Anthropologe Bruce Albert mit den Yanomami-Indianern beschäftigt. Er hofft, dass sie trotz Kontakt zur westlichen Zivilisation ihre traditionelle Kultur bewahren können.
Deutschlandradio: Text | Online-Player | Download MP3


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Die TAZ zu Vodoo-Morden auf Haiti


Ermordet und verbrannt

In Haiti sind Tausende an der Cholera gestorben. Dafür lässt der Mob jetzt Voodoo-Priester büßen. Allerdings sollen evangelikale Kreise die Stimmung angeheizt haben. TAZ: Ermordet und verbrannt


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Warum wir auch ohne Einwanderer keine Leitkultur mehr haben


Armin Nassehi räumt heute in der Süddeutschen Zeitung mit der Idee der Leitkultur auf: Das Fremde der anderen.


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"Die größte Gefahr für eine gesellschaftliche Verdummung"


"... besteht darin, dass soziale Herkunft für Schul- und Berufserfolg wichtiger ist als Intelligenz und Begabung."

Die Intelligenzforscherin Elsbeth Stern im Interview. Thilo Sarrazin beruft sich für sein Programm der positiven Selektion auf die Lernforschung der Psychologin Elsbeth Stern. Sie lehnt diese Vereinnahmung ab.


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Journalisten und das Konzept der Rasse


Eine schwierige Sache: Wir wollen uns vom sozialen Konstrukt der Rasse verabschieden, aber die Unterschiede, die wir zwischen Menschentypen oder Kulturen beobachten, nicht verleugnen. Ich bin hier gerade über einen AFP-Bericht gestolpert, der über eine Studie berichtet, die das ganz clever gelöst hat: In der Studie wollte man untersuchen, warum im professionellen Sport Menschen mit westafrikanischer Herkunft oft die besseren Läufer sind, Menschen mit europäischen Wurzeln dagegen oft bessere Schwimmer:

"But Bejan said the study he conducted with Edward Jones, a professor at Howard University in Washington, and Duke graduate Jordan Charles, focused on the athletes' geographic origins and biology, not race, which the authors of the study call a "social construct"."

Das klingt eigentlich ganz einfach. Die Pointe an der Sache ist die offensichtliche Schwierigkeit, diese Denkweise in die Köpfe der Leute zu bekommen. Denn bereits der Journalist, der über die Studie schreibt, eröffnet seinen Text wie folgt: "Scientists have found the reason why blacks dominate on the running track and whites in the swimming pool: it's in their belly-buttons, a study published Monday shows.". Und schon ist das soziale Konstrukt mit der Hautfarbe wieder da.

Vielleicht sollte das auch für uns Ethnologen eine Lektion im Umgang mit Presse und Öffentlichkeit sein.


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Ich werde ein Berliner - 26. City-Special: Munich


"It seems the sole reason for the city of Munich to exist is to make Berlin people feel better about themselves. Whenever a conversation changes topic to the city of Munich, elite German people, without fail, will suddenly become very agitated, especially if they are die-hard Berlin-Mitte fans. At this point, prepare yourself for a thirty-minute lecture on how conservative, clueless, and backwards Munich is, compared to the cradle of creativity, individuality, and edginess, that is Berlin.

Read more: www.ichwerdeeinberliner.com

und hier noch ein special tipp:

"What really annoys Berliners is when Munich guys beat them at their own game, for example by becoming the world’s most flamboyant, internationally acclaimed Techno DJ: If a Berlin person ever asks you for your opionion on DJ Hell, say “Oh, you mean that overachieving sell-out who stopped being interesting, like, decades ago? I doubt he's still booked in Berlin, etcetera??”


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Ethnologie aus Frankfurt.


Montag, 25 Januar 2010: David Geist (Frankfurt a.M.): „’Il faut essayer et voir’ – Bericht aus Diébougou 2001“ von 16 – 18 Uhr bei Prof. Kohl im Forschungskolloquium im IG 4.401.

Donnerstag, 28 Januar 2010: Susanne Rodemeier (Frankfurt): “Javaneseness and Islam in Yogyakarta, Indonesia. Contradicting identities?” von 16 – 18 Uhr bei Prof. Schröter im Colloquium im Juridicum, Raum 404/416.

Donnerstag, 28 Januar 2010: Sindy Form (Frankfurt): „Kulturelle Aneignung und ihre Grenzen“ von 18 – 20 Uhr bei Prof. Hahn im Afrikakolloquium im IG 0.454.

und noch etwas Besonderes:
Freitag, 29 Januar 2010: Prof. Dr. Marcel Hénaff (University of California, San Diego): »Rethinking the Norm of Reciprocity« um 18 Uhr im H6 in Bockenheim.


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† Claude Lévi-Strauss †


French anthropologist and philosopher Claude Lévi-Strauss, one of the most influential intellectuals of our times and founder of the structuralist school of anthropology, has passed away.

All over the news within the last half an hour, it seems not certain yet, if Lévi-Strauss died today or within the last couple of days.

Claude Lévi-Strauss would have turned 101 years old the 28th of November.


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