Ethno::log
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meine erste Monografie^^


Hier ist meine Proseminararbeit, welche ich über das MMOG- OGame geschrieben hab, im Seminar Cyberanthropology....im Nachhinein würde ich noch einige Sachen umschreiben.. (wenn man mal fertig ist findet man immer noch Sachen die verbesserungsfähig sind^^) ...aber jetzt sollte ich mich erst mal um die Zwischenprüfung kümmern :(

...Über Anmerkungen, Kritik u.s.w. würde ich mich freuen..

...Viel Spass beim Lesen!

sonner.antville.org


... Comment

Herzlichen Dank !!! Diese Arbeit werde ich bald mit sehr viel Vergnügen und als zeitweiliger O-Gamer lesen.

... Link

Hallo Martin,
ich finds klasse, daß Du Deine Hausarbeit hier zur Verfügung stellst. respect!

Du sprichst in Deiner Arbeit verschiedene sehr interessante Aspekte an, auf die ich gerne eingehe. Erstmal stichwortartig ein paar Anmerkungen:

  • Ein Leser "von außen", d.h. jemand, der weder o-game noch ein anderes multiplayer onlinespiel aus eigener Erfahrung kennt, würde sich möglicherweise eine Beschreibung der Spielinhalte wie sie ab S.8 erfolgt, am Anfang des Textes wünschen, weil man in der vorliegenden Form bis zur Mitte der Arbeit nicht erfährt, worum es eigentlich bei dem Spiel geht. (= Beschreibung des Feldes: Spielinhalt und umfeldliche Organisation online).

  • Einige der von Dir benutzten Begriffe werden nicht erklärt. An verschiedenen Stellen habe ich akut Verständnisschwierigkeiten, wenn Du beispielsweise von 'raiden', 'rl', 'bugfixes', 'savet' und 'spammen' sprichst. Teilweise hast Du zwar Fußnoten gesetzt, doch die bestehen nur aus einem link zu einer externen Quelle, enthalten also in sich selbst nicht die erklärende Information- ich müßte theoretisch all diesen links folgen und lesen, was Du gelesen hast, um dem laufenden Textfluß Deiner Arbeit folgen zu können. Das ist nicht gut. Auch verweist Du in den Fußnoten auf eine CD Rom, die mir nicht zugänglich ist.
    Hier wären Zitate besser, die sich direkt im Haupttext oder meinetwegen im Fußnotentext befänden, sodaß sich Deine Argumente und Schlußfolgerungen aus der Arbeit selbst heraus erschließen lassen.

  • "OGame ist ein Echtzeit- Rollenspiel. Dass heißt es läuft 24h am Tag. Wenn man den Computer verlässt kann man sich nur selbst aus dieser Welt sozusagen ausklinken und sobald man wieder an einen Computer mit Internetanschluss sitzt kann man sich wieder einloggen und ist online um seinen Account verwalten zu können. Während der Abwesenheit läuft der Server dennoch weiter und der eigene Account ist von jedem anderem in seinem Universum angreifbar. Deswegen und weil die Flugzeiten von Raumschiffen zu anderen Planeten, je nach Entfernung fast immer Stunden dauern, ist das Spiel OGame gewissermaßen in den Tagesablauf eines Menschen integriert. Somit muss man bei guter Verwaltung des Accounts diese Offline- Zeit vorbereiten. Rohstoffe und Flotten werden gesichert in dem man sie in seiner Offline- Zeit vor Angriffen durch das Weltall schickt und sie savet(34)".

Das ist ein hochinteressantes Phänomen, das Du hier ansprichst. Ich hätte gern mehr darüber erfahren -- beispielsweise inform von Spielerinterviews -- wie die OGamer konkret offline und online befindliche Spheren miteinander in Einklang bringen. Planen sie beispielsweise ihren offline Tagesablauf in Abhängigkeit bzw. in Berücksichtigung des online Zeitverlaufs innerhalb des Spiels (-> gibt es konkrete Beispiele hierfür) ?

  • "Das Spiel wird innerhalb seiner Möglichkeiten welche durch die jeweilige Version und die Regeln festgelegt ist mehr oder weniger miteinander und gegeneinander gespielt. Es bilden sich Spielertypen heraus. Allianzen, Bündnisse und alle möglichen Übereinkünfte werden geschlossen. Es wird geraided, gehandelt, geforscht, recycelt und die Accounts werden ausgebaut. Es entwickeln sich Freundschaften sowie Feindschaften. Kriege werden geführt. Es entsteht eine eigenes kleines Universum mit eigener Wirtschaft, Geschichte und Entwicklung, für welches die Bewohner ein Identitätsgefühl entwickeln"

Ein weiterer hochinteressanter Punkt: Identitätsbildung. Auch hier hätte ich gern mehr erfahren. Wie manifestiert sich diese Identität, wie wirkt sich das online alter-ego auf den Menschen aus. Läßt sich eine Wechselwirkung zwischen on- und offline Identität in der Wahrnehmung der Spieler konkret festmachen? Interviews mit OGamern wären auch hier möglicherweise eine geeignete Methode. Ohne Interviews ist eine nicht weiter differenzierte Aussage zur Identitätsbildung im Feld, die nur auf Teilnehmender Beobachtung basiert bißchen dünn. Und was für Spielertypen gibt es denn?

  • "Durch Wortgefechte und Postings wird versucht, den Status des Gegners zu demontieren und die Öffentlichkeit auf seine Seite zu ziehen. So ist eine gängige Art zur Demontierung des Status von Rivalen z.B. die Beschimpfung von Progamern als: Kellerkinder ohne rl welche 24/7 (24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche) am Computer sitzen. Derartiges Flamen ist ein täglicher Bestandteil der HoF und für viele Besucher des Forums das ‚Salz in der Suppe’."

Noch ein superspannender Punkt: Konflikte.
Auch hier hätte ich gern mehr erfahren. Inwiefern ist 'dissen' und 'flaming' in der OGame community an der Tagesordnung, wie verhalten sich verschiedene beteiligte Gruppen, warum sind 'Flame Wars' für einige das "Salz in der Suppe" ? Gehören diese eher zu den passiven oder aktiven Teilnehmern von 'Flame Wars' ?
'Flaming' ist meiner unqualifizierten Ansicht nach ein ganz wichtiges Phänomen, das sich nicht auf online Spheren beschränkt: Stichwort 'Gruppendynamik'.
Auch das "24/7 kellerkind"-label als Modus der
Beschimpfung ist unheimlich spannend, denn hier kommt ein spezifischer Sozialdiskurs zum Ausdruck.

  • "Gerade die Verbindung zwischen der Online- und der Offline- Zeit und dem Ausnutzen Ingame letzterer macht das Spiel so interessant. So bekommt man bei Kampfberichten in der HoF z.B. oft eine dazugehörige Geschichte aus dem rl zu hören, warum der betroffene Spieler nicht saven konnte. Das Spiel erhält durch seine Eigenheiten wie die HoF und ihrer Geschichten einen Unterhaltungsfaktor und ist Sammelsurium für unterschiedlichste Menschen aus verschiedensten Orten."

Beispiele, Beispiele, Beispiele..? Keine Behauptung ohne Begründung; keine Feststellung ohne Folgerung. ;-)

  • "Flame Wars : Die Geschichte und Entwicklung solcher Wortgefechte und Rivalitäten sind bissweilen äußerst lustig und unterhaltend..."

Gilt das auch für alle Beteiligten ?

  • "So gibt es beispielsweise sogar einen eigenen Bereich im OGame- Forum für Ebay- Angebote, da anscheinend die Nachfrage und das Angebot besteht virtuelle Rohstoffe und Accounts zu kaufen."

Supersuperspannend: Die OGame economy.
Aber: besteht Angebot und Nachfrage 'tatsächlich' oder 'anscheinend', bzw. gibt es eine oder gibt es keine ? :-)
Wenn ja, was wird denn da so gehandelt zu welchem Gegenwert ?

  • "Die sozialen Kontakte sind der wohl wichtigste Faktor für den Erfolg dieses Spieles. In Allianzen und über das Spiel entwickeln sich echte Freundschaften und Rivalitäten. Oft hört man von Leuten dass sie selbst, wegen solcher sozialen Kontakte hauptsächlich spielen."

Und wieder: ein Zitat oder ein Beispiel aus dem Feld, um die Aussage zu belegen, wär gut.

  • "Auch wenn die Online- Community OGame auf Grund ihrer Größe insgesamt als eine relativ unpersönliche Gemeinschaft gehalten werden kann finden sich, unter ihrem Mantel des Sciencefiction Gere, eng gestrickte Netzwerke mit Regeln, Institutionen, Symbolen, Ritualen, Normen und sozialen Beziehungen verschiedenster Arten welche sich täglich verändern und entwickeln."

s.o.

  • "Es besitzt eigene sprachliche Ausdrücke, einen auf das Spiel bezogenen Wertekanon und eine eigene geschichtliche Entwicklung. Daher kann man meiner Meinung nach in dieser Community auch von einer eigenen Identität und Kultur sprechen."

Und was für eine wäre das?
Insbesondere hinsichtlich des Begriffs 'Kultur' wäre es aufschlußreich, diese 'Werte' irgendwie zu benennen. Was gelten denn für Werte innerhalb der OGame community ? Unterscheiden die sich beispielsweise von Werten, die innerhalb einer anderen Online gaming community Gültigkeit besitzen ? Hat ein WoW Spieler andere Werte als ein OGamer ?

  • "Mir ist bewusst, dass einige Thesen und angeführte Phänomene genauer begutachtet (...) werden könnten."

Genau, hier sagst Du es selbst.

  • "So kann man bestimmt mit statistischen Unfragen exaktere Zahlen über Alter, Zeitaufwand und Motivation der Member für das Spiel erheben."

Naja. Der Nachsatz zielt in Richtung einer quantitativen Erfassung der sozialen OGame Struktur.
In meinen Bemerkungen und Fragen weiter oben zielte ich schon auf die Konkretisierung der qualitativen Erforschung
ab.

-"Oder man könnte die monatlichen Threads auswerten welche sich mit diesen Fragen beschäftigen. (...)
(...) die Richtigkeit solcher Aussagen der User
[aber könnten] nicht überprüft werden."

-> Was meinst Du denn mit Richtigkeit ?


Ich finds gut und auch sehr mutig, eine Proseminararbeit einer öffentlichen Diskussion zu stellen. Sie weist ein paar formale Schwachstellen auf (Fußnotenpraktik und Gestaltung des Anhangs), aber wichtige inhaltliche Aspekte werden angesprochen. Was aus meiner Sicht noch an Formalia fehlt, ist ein Abschnitt, in dem Du Deine Forschungsmethode konkretisierst, d.h. den Rahmen kenntlich machst, in dem Du teilnehmend beobachtet hast. Wie oft und wie lange warst Du in welchem Zeitraum im Feld? Sehr gut finde ich das Vorhandensein des Abschnitts, den Du "Anmerkungen" nennst, in welchem Du Deinen Zugang zum Feld beschreibst, nämlich daß Du selbst dieses Spiel spielst, seit einer bestimmten Zeit darin involviert bist und somit, so folgere ich, selbst ein Mitglied der Community bist.
Ich hoffe, Du kannst mit meinen Bemerkungen etwas anfangen. Möglicherweise wärs günstig gewesen, die Fragestellung stärker einzugrenzen. Du hast selbst geschrieben, daß einige der von Dir behandelten Aspekte eingehender hätten behandelt werden können. Nun stellt sich aber das Problem, daß eine Hausarbeit einen begrenzten Umfang hat. D.h., man muß die Fragestellung auf den Arbeitsumfang abstimmen und dieselbe eingrenzen, um überhaupt in die Tiefe gehen zu können. Will sagen, bereits ein einziger der Punkte, die ich oben als für mich interessant zitiert habe (online-offline Verhältnis; Identitätsbildung; KOnflikte; Ogame-Economy), hätte genug Material hergegeben, um eine Arbeit drüber zu schreiben.

Ich finds auch immer sehr schwierig, in Eigenregie einen geeigneten Fokus zu finden. Hierin hat mir das Lesen Deiner Arbeit sehr weitergeholfen. Danke dafür.

... Link

Das Thema ist interessant

Die Arbeit ist fuer Menschen, die im Internet werder spielen, noch chatten oder sonstige Aktivitaeten unternehmen, schwierig verstaendlich: rl als Akronym ist sicher wenigen bekannt, auch fehlt es mir an Theorie, zB zu Zeit, wie anthropology of time, usw. Der vorhergehende Comment deckt da einige meiner persoenlichen Ansprueche an eine wissenschaftliche Arbeit ab.

... Link

erstmal vielen Dank für das ausführliche feedback!

ich versuch mal auf die Anmerkungen einzugehen:

-ich wollte mit dieser Arbeit wie auch im Schlussteil erwähnt, eine möglichst gesamtübersichtliche Einführung zu OGame schreiben! Während der Arbeit habe ich sehr schnell bemerkt, dass ich eine Vielzahl der beschriebenen Aspekte nur kurz ansprechen kann, ohne genauere Erläuterungen / Beweise dazu anzuführen. Sonst wär diese Arbeit schnell über 100 Seiten lang geworden.. und für eine Proseminararbeit, welche zudem nicht meine einzige dieses Semester war, war dies zeitlich einfach nicht möglich :(

-Ich hätte wie schon angemerkt den Rahmen eingrenzen können und einen Aspekt der community genauer und ausführlicher betrachten können! Aber ich wollte wie schon gesagt eher einen groben Gesamtüberblick bieten und die Vielzahl der ethnologisch- relevanten Aspekte dieser Community herausstellen. Zudem wollte ich eine Arbeit schreiben die auch interessant zu lesen ist und nicht zu langweillig und wissenschaftlich ist. (so dass auch ein Nicht- Ethnologe etwas damit anfangen kann / "Kultur als Text"?!)

-ähnlich verhält es sich mit den von mir verwendeten Begriffen. Mir ist klar das sich diese Arbeit eigentlich nur mit Hilfe eines Internetanschlusses lesen lässt. Für einen Leser ohne Erfahrungen und Vorkenntnissen zu Online- Games und Begriffen aus dem Internet ist diese Arbeit sicher nur mit einem großen Zeitaufwand zu lesen da er viele dieser Begriffe erst in wikipedia oder owiki nachschlagen muss. Aber hätte ich sämtliche in der Arbeit verwendeten Begriffe selbst erklärt oder im Anhang aufgeführt, dann hätte diese Arbeit wiederum eher das Ausmaß eines Buches angenommen. So kann der Leser je nach seinem Wissensstand bei Interesse die Begriffe im Internet selbst nachschlagen. Über die von mir angeführten links werden eigentlich alle Begriffe erklärt, bzw. führen zu weiteren links, wie ich es auch in der Einleitung angemerkt habe> "Die Literaturverweise führen so zu einer umfangreicheren Erläuterung und Vertiefung einer Thematik (siehe Seite1 Fußnoten)"
Darum fand ich diese Art der Fußnoten und Literaturverweisen bei dieser Arbeit die bessere Lösung!?

  • die Mediadateien, die ich auf der CD-Rom der Proseminararbeit beigelegt hatte kann ich hier nicht reinstellen... klar, dass ist blöd! ..aber sie sind jetzt auch nicht so sehr entscheidend... bei großem Interesse einfach mal das OGame-Forum durchstöbern :) (wer die Zeit und Lust dazu hat^^)

-"Beispiele, Beispiele, Beispiele..? Keine Behauptung ohne Begründung; keine Feststellung ohne Folgerung. ;-)"

klar! Meine Behauptungen sind größtenteils nicht verifiziert! ..das ist auf jeden Fall zu kurz gekommen, aber aus zeitlichen Gründen musste ich einfach Kompromisse eingehen. Der Leser muss halt meinen Behauptungen glauben und meiner ethnologischen Ausbildung und Methode einer dichten Teilnahme vertrauen :)
Mir ist klar, dass dies zurecht ein Kritikpunkt ist, der mir auch selbst bewusst war und bewusst ist! Ich hätte auch zu jedem Punkt Beispiele und Erklärungen geben können und unter dem Aspekt einer wissenschaftlichen Beweisführung auch geben müssen! Aber ich wollte diese Punkte halt auf jeden Fall angesprochen haben. Nur zur genaueren Erläuterung ist der Umfang eine Proseminararbeit nicht geeignet :(

Irgendwann will ich dies aber nachholen und mich mit den einzelnen Themenkomplexen genauer und wissenschaftlicher befassen!
Dann hoffe ich auch auf viele der noch angesprochenen Fragen eingehen zu können!

Bis dahin geh ich noch auf einige Aspekte/Fragen kurz ein:

"Wie manifestiert sich diese Identität..."

ja, sehr interessant! darüber könnte man sicher Seitenweise schreiben!

"..wie wirkt sich das online alter-ego auf den Menschen aus. Läßt sich eine Wechselwirkung zwischen on- und offline Identität in der Wahrnehmung der Spieler konkret festmachen?"

da bin ich mir jetzt nicht so ganz sicher was gemeint ist? Kannst du das nochmal anders formulieren orangemcm?^^

"Interviews mit OGamern wären auch hier möglicherweise eine geeignete Methode. Ohne Interviews ist eine nicht weiter differenzierte Aussage zur Identitätsbildung im Feld, die nur auf Teilnehmender Beobachtung basiert bißchen dünn."

braucht es wirklich Interviews? Die meisten Informationen erhält man im Forum durch threads, in welchen die Gamer selbst über solche Dinge/Themen schreiben und diskutieren.(das sind ja schon fast Interviews!) >Warum ist eine teilnehmende Beobachtung ein bisschen dünn?

"Und was für Spielertypen gibt es denn?"

z.B Raider, Miner (Seite7)

Inwiefern ist 'dissen' und 'flaming' in der OGame community an der Tagesordnung, wie verhalten sich verschiedene beteiligte Gruppen, warum sind 'Flame Wars' für einige das "Salz in der Suppe" ? Gehören diese eher zu den passiven oder aktiven Teilnehmern von 'Flame Wars' ?

ja, ein wieder sehr interresantes Thema, das bei genauerer Betrachtung, alleine über den Umfang einer Proseminararbeit hinausschiessen würde!

"'Flaming' ist meiner unqualifizierten Ansicht nach ein ganz wichtiges Phänomen, das sich nicht auf online Spheren beschränkt: Stichwort 'Gruppendynamik'.
Auch das "24/7 kellerkind"-label als Modus der
Beschimpfung ist unheimlich spannend, denn hier kommt ein spezifischer Sozialdiskurs zum Ausdruck."

seh ich nach meiner unqualifizierten Ansicht genauso :)

"Flame Wars=lustig- Gilt das auch für alle Beteiligten ?"

nein! Aber hängt natürlich von der Persönlichkeit der jeweiligen user ab.

"besteht Angebot und Nachfrage 'tatsächlich' oder 'anscheinend', bzw. gibt es eine oder gibt es keine ? :-)
Wenn ja, was wird denn da so gehandelt zu welchem Gegenwert ?"

es gibt sie tatsächlich! (anscheinend ist ein falscher Ausdruck) Es werden z.B. bis zu mehreren 100 Euros für sehr gute accounts gezahlt.. einfach mal in e-bay nach dem Stichwort 'ogame' suchen.. auch darüber könnte man wieder unzählige Seiten schreiben..

"-> Was meinst Du denn mit Richtigkeit ? "

den Wahrheitsgehalt


"Mir ist bewusst, dass einige Thesen und angeführte Phänomene genauer begutachtet (...) werden könnten."

Genau, hier sagst Du es selbst.

:)

"Ich hoffe, Du kannst mit meinen Bemerkungen etwas anfangen. Möglicherweise wärs günstig gewesen, die Fragestellung stärker einzugrenzen. Du hast selbst geschrieben, daß einige der von Dir behandelten Aspekte eingehender hätten behandelt werden können. Nun stellt sich aber das Problem, daß eine Hausarbeit einen begrenzten Umfang hat. D.h., man muß die Fragestellung auf den Arbeitsumfang abstimmen und dieselbe eingrenzen, um überhaupt in die Tiefe gehen zu können. Will sagen, bereits ein einziger der Punkte, die ich oben als für mich interessant zitiert habe (online-offline Verhältnis; Identitätsbildung; KOnflikte; Ogame-Economy), hätte genug Material hergegeben, um eine Arbeit drüber zu schreiben."

dem kann ich nur voll zustimmen! Meine Gründe hab ich ja schon versucht am Anfang zu erläutern.

...nochmal vielen Dank für dein comment! Hat mir auf jeden Fall weitergeholfen :)

... Link

"nochmal vielen Dank für dein comment! Hat mir auf jeden Fall weitergeholfen"

cool. dann hat es sich gelohnt.

Trotzdem: den Standpunkt, 'wenn Ihr mehr wissen wollt, müßt Ihr halt selber forschen gehen' kann man einnehmen, aber der entspricht nicht der Zielrichtung eines wissenschaftlichen Textes--als solchen aber hast Du Deine Arbeit gekennzeichnet. In insbesondere wissenschaftlichen Texten geht es um die Vermittlung von Inhalten.

> z.B Raider, Miner (Seite7).

Das sagt mir garnichts.
Du benennst sie, aber Du erklärst die Begriffe nicht. Außerdem setzt Du voraus, daß ich der englischen Sprache mächtig bin.
Schau, innerhalb der Debatte der Geistes- und Kulturwissenschaften darüber, wie man schreiben soll, bin ich kein Verfechter der Position, daß ein wissenschaftlicher Text keine Fremdwörter enthalten darf--schließlich handelt es sich um Fachtermini, die manchmal eben notwendig sind, damit man in einem höheren Abstraktionsgrad innerhalb eines vorgegebenen Umfangs überhaupt zum Punkt kommen kann. Man kann nicht jeden Text "für alle" schreiben.
Was Du machst, ist aber etwas anderes. Du sparst Dir einfach nur die Erklärung der community-immanenten Begriffe, was diese eben für Rezipienten außerhalb der OGame community aussagelos macht.

"eine nicht weiter differenzierte Aussage zur Identitätsbildung im Feld, die nur auf Teilnehmender Beobachtung basiert [ist] bißchen dünn"

Du hast den Teil "nicht weiter differenziert" ignoriert. Nicht Teilnehmende Beobachtung an sich ist dünn, sondern eine darauf basierende Aussage über Identitätsbildung, die nicht argumentiert ist.
Dies deshalb, weil Du Dich hier a) nur auf eine einzige Datenart (Deine Wahrnehmung) stützt und b) weil der Leser aus dem Text heraus nicht mal nachvollziehen kann, wie Du zu Deiner Wahrnehmung gelangt bist. Das Einbringen von Zitaten unter Wahrung der Forschungsethik, sei es aus Veröffentlichungen der user in ihren Foren oder Aussagen wäre eine Möglichkeit zu argumentieren--eine Beschreibung, also indirekte Wiedergabe von Aussagen, die Du in den Foren gelesen hast, eine andere.

"> da bin ich mir jetzt nicht so ganz sicher was gemeint ist? Kannst du das nochmal anders formulieren orangemcm?^^"

Ich kanns mal versuchen. Also, es geht darum, daß wenn man eine Fragestellung für seine Arbeit entwickelt hat, man sich überlegt, wie finde ich heraus, was ich erforschen will und wie kann ich vermitteln, was ich herausgefunden habe--in diesem Beispiel über "Identitätsbildung und online/offline Verhältnis". Wenn ich Interviews mache, muß ich mir Leitfragen oder Fragebögen konzipieren. Wenn ich keine Interviews mache, muß ich nach Stellen im Text in Foren oder wo auch immer suchen, in denen etwas artikuliert wird, das mir Aufschluß über 'Identitätsbildung' und 'online/offline Verhältnis' gibt. Wenn ich sowas gefunden habe, stellt sich zwingend die zweite Frage, wie ich dies wissenschaftlich vermittle.
Denkbare Leitfragen wären: Ist die SpielerID beispielsweise so wichtig für den ganzen Menschen, daß der Tagesablauf in Berücksichtigung des Spielzeitverlaufs geplant wird. Wenn ja, inwiefern. Wenn nein, was z.b. ist wichtiger.
Wie verhalten sich verschiedene Spielergruppen online zueinander? Repräsentiert sich eine Zugehörigkeit lediglich in einer Rolle innerhalb des Spiels oder sind SpielerGruppenIDs wie 'raider' oder 'miner' auch innerhalb der kommunalen Räume gespiegelt, die außerhalb des Spiels liegen, wie Foren ? Gibt es Eigenschaften, die den Gruppen zugeschrieben werden. Gibt es Eigenschaften, die Gruppenmitglieder sich selbst zuschreiben? Bringen sie solche etwaigen Selbstzuschreibungen in Verbindung mit Elementen ihrer gesamt-Identität, beispielsweise einem Beruf oder Tätigkeits- oder Berufungsfeld, das sie offline ausüber.

usw usw--ich will jetzt nicht Dein Forschungsdesign schreiben. Wichtig ist halt immer, eine Fragestellung zu haben. Monographien gibs nich im 15 Seiten Format. ;-)

... Link

"Trotzdem: den Standpunkt, 'wenn Ihr mehr wissen wollt, müßt Ihr halt selber forschen gehen' kann man einnehmen, aber der entspricht nicht der Zielrichtung eines wissenschaftlichen Textes--als solchen aber hast Du Deine Arbeit gekennzeichnet. In insbesondere wissenschaftlichen Texten geht es um die Vermittlung von Inhalten."

nun ja..ich bin der Meinung, dass ich in dieser Arbeit Inhalte vermittelt habe, natürlich nur in dem Umfang, in dem es eine Proseminararbeit von 15 Seiten möglich macht. Meine Zielrichtung war dies zumindest! Wobei ich wie schon gesagt habe auch eine einigermaßen unterhaltende Arbeit schreiben wollte die wenn dann nur als eine Art Einführung zu der Community gesehen werden kann und in der ich hauptsächlich den Umfang und das weitreichende Spektrum der ethnologischen Themenbereiche herausstellen will. (also einen Überblick geben will)

"Das sagt mir garnichts.
Du benennst sie, aber Du erklärst die Begriffe nicht. Außerdem setzt Du voraus, daß ich der englischen Sprache mächtig bin.
Schau, innerhalb der Debatte der Geistes- und Kulturwissenschaften darüber, wie man schreiben soll, bin ich kein Verfechter der Position, daß ein wissenschaftlicher Text keine Fremdwörter enthalten darf--schließlich handelt es sich um Fachtermini, die manchmal eben notwendig sind, damit man in einem höheren Abstraktionsgrad innerhalb eines vorgegebenen Umfangs überhaupt zum Punkt kommen kann. Man kann nicht jeden Text "für alle" schreiben.
Was Du machst, ist aber etwas anderes. Du sparst Dir einfach nur die Erklärung der community-immanenten Begriffe, was diese eben für Rezipienten außerhalb der OGame community aussagelos macht."

Ein Raider ist das Gegenteil von einem Deffer und von einem Miner, da Raider hauptsächlich Flotte bauen und sehr wenig bis gar keine Verteidigung.
Um ein guter Raider zu sein, muss man Grundlagen wie saven, phalanxen etc. beherrschen. Die Raidertaktik erfordert mehr Zeit als z.B. das Minen, da man hauptsächlich durch das Raiden an seine Ressourcen kommt. Ein Raider hat das größte Risiko, weshalb gute Raider meistens sehr aktive Spieler sind - was natürlich nicht heißt, dass es nicht auch aktive Deffer gibt.

Diese Raider-Taktik birgt Gefahren: So neigen Raider oft dazu, ihre Minen zu vernachlässigen. Kombiniert mit Raidkolonien, auf denen nicht produziert wird, fällt somit ein großer Teil der eigenen Produktion weg. Auch geben viele Raider ihren Account ab, wenn sie in Zeitnot geraten oder ihre Flotte vernichtet wird, so dass besonders in älteren Unis Raider, die ihren Account von Unistart an spielen, viel seltener als Miner oder Deffer sind.
Owiki 2006: Electronic Document [23.3.06] <owiki.de;

..das wäre die Erklärung zum Raider in der angegebenen Fußnote gewesen :(

"Du hast den Teil "nicht weiter differenziert" ignoriert. Nicht Teilnehmende Beobachtung an sich ist dünn, sondern eine darauf basierende Aussage über Identitätsbildung, die nicht argumentiert ist.
Dies deshalb, weil Du Dich hier a) nur auf eine einzige Datenart (Deine Wahrnehmung) stützt und b) weil der Leser aus dem Text heraus nicht mal nachvollziehen kann, wie Du zu Deiner Wahrnehmung gelangt bist."

das sich die Spieler eines Universums mit diesem identifizieren, entnehme ich zum Beispiel Foren- threads in denen sie diskutieren/ streiten welche Universen, warum am Besten sind, oder man bekommt es z.B. in Gesprächen mit.(wie aus dem irc)
"Viele Bereiche der Community oder auch einzelne Aspekte des Spieles.... können sicherlich noch mal eigens in wissenschaftlichen Arbeiten genauer beschrieben und aufgeführt werden. Mit dieser Arbeit habe ich versucht eine möglichst gesamtübersichtliche Einführung zu OGame zu schreiben." und "Desweiteren verfolgte ich viele Bereiche und Kommunikationsplattformen der Community mit. Alle angeführten Beobachtungen habe ich als Mitglied der Community selbst verfolgt und miterlebt."(aus meiner Zusammenfassung)
Mit u.a. diesen Aussagen habe ich versucht zu erklären woher ich die Informationen beziehe und warum ich die Arbeit in dieser Form gestaltet habe. Nämlich nur über die Kommunikationsformen des Spieles und als eine Art "allgemeiner Überblick". Dies hätte ich eventuell noch ausführlicher erklären sollen! Zu jedem angesprochenen Thema Beispiele zu bringen ist leider wie gesagt einfach nicht möglich.... klar! Die Nachprüfbarkeit meiner Aussagen ist mit dieser Arbeit größtenteils nicht gewährleistet... aber warum sollte man ihr deshalb jegliche Wissenschaftlichkeit absprechen? Ungefähr die selben Kritikpunkte an dieser Arbeit waren mir beim Schreiben bewusst und ich hätte sie wohl auch angeführt. So zum Beispiel die fehlende Nachprüfbarkeit, fehlende Beispiele, Begründungen für meine Behauptungen u.s.w. ...aber wie hätte ich sonst einen Überblick über eine Community geben sollen, die über 1 Millionen user fasst? Mir ist bewusst, dass meine Erklärungen und Anmerkungen die angeführte Kritik natürlich nicht entkräftet, aber wie hätte ich sonst einen Überblick über diese community geben sollen, die möglichst viele der wichtigen/ethnologischen Aspekte anspricht und dem Leser ein 'Verstehen' dieser Gemeinschaft vermittelt? Die weiteren von dir angesprochenen Fragen sind ebenfalls sehr interessant, aber ich fand sie hinsichtlich eines Gesamtüberblickes der community nicht so sehr wichtig.

"usw usw--ich will jetzt nicht Dein Forschungsdesign schreiben. Wichtig ist halt immer, eine Fragestellung zu haben. Monographien gibs nich im 15 Seiten Format. ;-)"

ich habe die Arbeit hier reingestellt, damit mein Forschungsdesign diskutiert/kritisiert wird. Über solche comments freue ich mich und ich denke sie helfen mir weiter:) Vor allem da ich ja doch sehr involviert in dieser community bin, und es für mich schwierig ist, zu erkennen welche Fragen Aussenstehende über die community und diese Proseminararbeit haben! In diesem Sinne... weiter so :)

P.S.: das eine Monographie keine 15 Seiten hat ist mir bewusst! Deshalb habe ich auch ^^ hinter das Wort gesetzt. Dies ist, genauso wie > ;-)ein Emoticon, de.wikipedia.org, welches innerhalb OGames und auch anderen Internet-Kommunikations- Plattformen 'Lachen' oder eine Art 'Ironie' ausdrückt. Sry ;)

(wie kann ich den comments Zitate kursiv kennzeichnen?)

THX und Gruss
M4rtin

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italic geht so: Du setzt ohne Leerzeichen ein i zwischen diese beiden Zeichen: < >
dann schreibst den kuriv darzustellenden Text dahinter und schließt den code, indem Du ein /i zwischen < und > setzt.

[bold geht genauso, nur mit b statt i bzw. /b statt /i; der Befehl für strike heißt strike bzw /strike]

"..das wäre die Erklärung zum Raider in der angegebenen Fußnote gewesen :( "

ok. Was ist das Problem mit dieser Definition ?

... Link

ok. Was ist das Problem mit dieser Definition ?

kein Problem, nur das ich die Definition wie fast alle anderen Definitionen auch nur in Form von Literarturverweisen angefügt habe, da sonst die Arbeit mit Interview u.s.w kaum mehr geschriebenen Text von mir beinhaltet hätte sondern nur ein zitiertes Stückwerk gewesen wäre.

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